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Big Five für erfolgreichen Unterricht

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Wer eine Safari durch afrikanische Nationalparks mitgemacht hat, kennt „The Big Five“, die großen wilden Tiere, die man gesehen haben soll.

Auch in der Persönlichkeitsdiagnostik spricht man von Big Five als den Eigenschaften, die außer der kognitiven Leistungsfähigkeit zum Lebenserfolg beitragen. Für Schulerfolg sind es in dieser Reihenfolge: Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Offenheit für neue Erfahrungen, emotionale Stabilität und Extrovertiertheit.

Fünf ist eine eingängige Zahl, nicht nur weil wir an jeder Hand fünf Finger haben, man kann sich auch fünf Dinge gut merken. Es macht deshalb Sinn, Wichtiges in fünf Punkten zusammenzufassen. Schulerfolg ist wichtig, er entscheidet über Lebenschancen. Eine Voraussetzung dafür ist erfolgreicher Unterricht. Wird Erfolg nicht an Abiturientenquoten gemessen, sondern daran, ob alle Sek. I Schülerinnen und Schüler ihren mittleren Schulabschluss schaffen, dann sind dies die großen Fünf:

Lernen

1.      kooperativ in Teams

2.      an problemhaltigen Aufgaben

3.      angeleitet durch Fragen und Hinweise

4.      gefördert durch Lernbegleiter

5.      zielerreichend ohne Zeitvorgaben.

Kooperatives Lernen in Teams:
Lernen bedeutet vor allem, Begriffen Bedeutungen zuzuordnen und sie im Kopf miteinander zu vernetzen. Dies gelingt am besten durch Kommunikation, wenn Argumente untereinander ausgetauscht werden müssen.

Lernen an problemhaltigen Aufgaben:
Geht es um mehr als Auswendiglernen, um Verständnis, dann sind dafür Aufgaben notwendig, die im Team gemeinsam bearbeitet werden. Besonders lernwirksam sind Aufgaben, deren Lösungsweg noch nicht bekannt ist, für deren Bearbeitung zuvor erworbene Kenntnisse als Transferleistung genutzt werden müssen.

Anleitung durch Fragen und Hinweise:
Damit die Bearbeitung problemhaltiger Aufgaben nicht zum blinden herumprobieren führt, können Hilfen in Form von Leitfragen oder Hinweisen gegeben werden.

Förderung durch Lernbegleiter:
Nichts motiviert mehr, als das Lösen schwieriger Aufgaben. Damit alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich sind, werden sie von Lehrkräften unterstützt. In Abgrenzung zum instruierenden Unterricht wird dies als Lernbegleitung bezeichnet.

Zielerreichend lernen:
Menschen lernen unterschiedlich schnell. Langsamer bedeutet nicht dümmer. Langsam-Lerner brauchen mehr Zeit, oft auch mehr Übung und mehr Hilfen. Dann können Viele mit Schnell-Lernern vergleichbare Lernergebnisse erreichen. Oft sind sie dann sogar sorgfältiger und machen weniger Fehler. Zeitvorgaben sind ein bewährtes Instrument der Selektionspädagogik. Für eine Förderpädagogik gilt: „erst richtig, dann schnell“.

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25.09.2016

© Johannes Koch

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